Rede des Bürgermeisters zur Corona-Situation

Liebe Falkensteinerinnen und Falkensteiner,

 

derzeit gibt es wohl kaum ein Thema, was uns weltweit so bewegt wie das Coronavirus. Auch in Falkenstein hat sich in den letzten Tagen vieles verändert. Es galt und gilt auch bei uns in der Stadt und den Ortsteilen, alle Maßnahmen, die eine schnelle und koordinierte Eindämmung des Virus

mit sich bringen, einheitlich umzusetzen.

Natürlich ist auch mir bewusst, dass dies zu erheblichen Einschränkungen des sozialen Lebens führt. Mittlerweile gibt es kaum jemanden bei uns, der nicht gesellschaftlich und vor allem auch wirtschaftlich nicht betroffen ist. Durch die Eile, in der notwendige Entscheidungen getroffen werden mussten, gibt es im Moment viele Fragen, aber eben noch nicht auf jede Frage eine abschließende Antwort.

Ich hoffe, dass die angekündigten schnellen Hilfen von Bund und Land zügig bei denjenigen ankommen, die bei uns Hilfe brauchen. Auch wir als Stadt werden am Ende unseren Beitrag dazu leisten.

Letzten Endes ist, trotz allem, jeder einzelne von uns gefordert. Lassen Sie uns gemeinsam verantwortungsvoll handeln. Üben wir gegenseitige Solidarität und Unterstützung im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

Ich bitte gerade unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, ihre sozialen Kontakte auf ein notwendiges Minimum zu beschränken. Oberste Priorität hat die Vermeidung der Ansteckung und die Verbreitung des Virus. Bitte überlegen Sie gut, welche Familienfeier, Besuche Sie wahrnehmen wollen und müssen. Schützen Sie sich und Ihre Angehörigen. Bleiben Sie soweit es geht zu Hause und schränken Sie Besuche und andere Aktivitäten auf ein Mindestmaß ein. Nutzen Sie die Möglichkeit der Lieferung von Backwaren und Speisen, die einzelne Unternehmen kurzfristig in ihr Angebot aufgenommen haben, oder das Hilfsangebot, das durch unser Begegnungszentrum ab Freitag angeboten wird.

Ich hoffe auf das Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. Auch wir in Falkenstein wollen die Ausbreitung des Virus verlangsamen, um Menschen vor Erkrankung zu schützen und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Mein persönlicher Dank gilt allen Frauen und Männern, die in allen Bereichen der Gesellschaft ihr Bestes geben und Außergewöhnliches leisten, damit wir alle diese außergewöhnlichen Zeiten gut und hoffentlich schnell überstehen.

Haben Sie keine Angst, haben wir Hoffnung, halten wir zusammen und vor allem bleiben Sie gesund.

 

Ihr

Marco Siegemund

 

Falkenstein, den 18.03.2020